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Exchange versendet keine Nachrichten an AOL, T-Online, und weitere...

Dieses Whitepaper erläutert, wie unter Verwendung von "Nicht Business Providern" wie T-Online oder auch Call-by-Call Providern á la MSN erfolgreich Nachrichten unter Umgehung der Limitierung dieser Anbieter zugestellt werden können.


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Exchange versendet Emails problemlos. An verschiedene Domains (T-Online, AOL, COMPAQ und weitere) ist es nicht möglich Nachrichten zu versenden. Was die Ursachen hierfür sind und wie dies gelöst werden kann, ist Inhalt dieses Whitepapers.


Whitepaper - Captain MESO [Dipl.-Ing. Markus Ehrl]
Senior Consultant / Escalation Engineer
MESO Products Unternehmensberatung


Veröffentlicht:               22. April 2001
Letzte Änderung:           11. September 2005
© 2001 MESO Products. Alle Rechte vorbehalten.
Die in diesem Whitepaper enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen aus der Sicht von Dipl.-Ing. Markus Ehrl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Dies stellt keine Verpflichtung seitens Dipl.-Ing. Markus Ehrl dar. Die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen wird nicht garantiert. Die in den Beispielen verwendeten Firmen, Organisationen, Produkte, Personen und Ereignisse sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Firmen, Organisationen, Produkten, Personen oder Ereignissen ist rein zufällig. Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. DIPL.-ING. MARKUS EHRL SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS.

Das BackOffice-Logo, Microsoft, Outlook, Win32, Windows und Windows NT sind entweder eingetragene Marken oder Marken der Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern. Weitere in diesem Dokument aufgeführte Produkt- und Firmennamen können geschützte Marken ihrer jeweiligen Inhaber sein.

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Inhalt und Zweck dieses Dokuments

In diesem Dokument möchte ich erläutern wie es unter Verwendung von Exchange 2000 möglich ist, ohne Einschränkung, Emails an alle Domains, auch bei Verwendung von „Low-Cost“ Providern wie T-Online, zu versenden.
 

Einführung

Fast täglich erreicht mich die Frage, „Exchange versendet keine Nachrichten an T-Online, AOL und weitere.., warum?“. In der Regel wird hierbei die Zielgruppe von Providern wie T-Online außer Acht gelassen. T-Online und alternative Provider mit dynamischer Adresszuweisung (Call-by-Call Provider) haben als Kundenzielgruppe den privaten Anwender, welcher einen Email Client (z.B. Outlook Express) zum Versand von Emails verwendet. Bei Exchange Server handelt es sich um einen eigenständigen Mailserver und nicht wie vom Provider angenommen, um einen „einfachen“ Email Client. Resultierend daraus ergeben sich Probleme beim Versand von Nachrichten.

Voraussetzungen

  • SMTP Mailserver (hier Microsoft Exchange 2000)
  • Internet Provider mit dynamischer IP Adresse z.B. www.t‑online.de, www.arcor.de, www.msn.de usw.

Funktionsweise Versenden mit einem Mailserver

Wichtig ist, zunächst das Grundprinzip zum Versand einer Nachricht via SMTP zu verstehen und den Unterschied beim Versand mit einem einfachen Mail Clients wie z.B. Outlook Express zu sehen. Stellen wir uns vor, ein User im Internet versendet eine Nachricht an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it . Im Detail ergeben sich bei Verwendung eines eigenen Mailservers wie Exchange folgende Schritte (Figure 1):

  1. Der sendende SMTP Server fragt einen DNS Server im Internet nach dem zuständigen Mailserver für MESOProducts.de und dessen IP Adresse an.
  2. Der Server versucht die Nachricht an den mit höchster Priorität eingetragenen Mailserver zu übertragen, schlägt dies fehl, versucht er die Zustellung an einen Mailserver von MESOProducts.de mit niedriger Priorität zu übertragen.
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Figure 1

 

Funktionsweise Versenden mit einem Mailclient

Bei Verwendung eines Mailclients wird die Nachricht am Client erstellt und anschließend an einen SMTP-Server übergeben (Figure 2). Wichtig hierbei ist es zu erkennen, dass der Mailclient die Nachricht nicht selber versendet, sondern an einen entfernten autorisierten Server übergibt. Dies unterscheidet sich sehr deutlich zum Versand mit Exchange, bei dem Exchange selbständig via DNS alle Nachrichten versendet.

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Figure 2

 
Ursache für Probleme beim Versand

Aus Figure 1 und Figure 2 können wir sehr gut erkennen, dass bei Verwendung eines eigenen Mailservers (Figure 1) der Nachrichtenserver von Providern nicht verwendet wird. Dies ist untypisch für die erwartete Zielgruppe des Providers.
 
Der Provider (z.B. www.msn.de, www.t-online.de und weitere) gehen davon aus, dass Nachrichten ausschließlich über einen Client (Figure 2) versendet werden. Dies findet Berücksichtigung bei Organisationen wie Abuse www.abuse.net, welche sich um die Erkennung von so genannten Spam Mailer bemühen.

Versendet nun ein Exchange Server Nachrichten direkt (Figure 1) unter Verwendung eines solchen „Dynamischen IP Accounts“, werden die Nachrichten von Mailsystem (T-Online, AOL usw.), welche Anti-Spam Listen (Abuse und weitere) verwenden, nicht akzeptiert, da diese „Versand Server“ die Einstufung als Spam Mailer erhalten.

 

Erfolgreicher Versand

Um das Problem zu lösen, muss sich ein Exchange Server wie ein Mail Client verhalten. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Exchange Server alle ausgehenden Nachrichten an den Smarthost des Providers übergibt, sich also wie ein Mailclient verhält (Figure 3).

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Figure 3

Konfiguration Exchange Server

Auf Basis von Exchange 2000 erfolgt die Einrichtung hierfür am virtuellen SMTP Server (Figure 4 und Figure 5).

WICHTIG
: Ein direkter Eintrag am virtuellen SMTP Server darf nur bei einer Exchange Single Server Konstellation (nur 1 Exchange Server in der Organisation) erfolgen. Verfügung Sie über mehr als nur einen Exchange Server in Ihrer Organisation muss der Eintrag auf dem SMTP Konnektor erfolgen, welche für die Übermittlung von Nachrichten in das Internet zuständig ist.

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Figure 4

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Figure 5

Um eine korrekte Funktion zu gewährleisten, ist eine funktionierende DNS Namensauflösung am Mailserver die Voraussetzung. Die korrekte Funktion kann am Exchange Server durch Eingaben von z.B. “ping smtprelay.t-online.de” (für T-Online) überprüft werden (Figure 6).
 
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Figure 6

 
Schlägt eine korrekte Namensauflösung fehl, existieren 2 Möglichkeiten:

  1. Fehlerbehebung der nicht funktionierenden externen Namensauflösung
  2. Direkte Eintragung der IP-Adresse des Mailhosts
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Whitepapers lautet eine mögliche IP-Adresse des ausgehenden Mailserver von T-Online 194.25.134.28 (für smtprelay.t-online.de).
 
WICHTIG: Achten Sie darauf, dass bei Verwendung der IP-Adresse entgegen der Dokumentation von Exchange 2000/2003 es zwingend erforderlich ist, die IP-Adresse in eckigen Klammern, z.B. [194.25.134.28] einzutragen (Figure 7).
 
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Figure 7
 

WEITERE VORAUSSETZUNGEN bei T-ONLINE:

Eine Verwendung des SMTP Relays von T-Online (smtprelay.t-online.de) erfordert eine Aktivierung bei T-Online. Ohne Aktivierung ist KEIN Versand von Nachrichten über den SMTPRELAY möglich.
 
Achten Sie bei der Aktivierung darauf, dass sie sich exakt mit den T-Online Zugangsdaten „eingewählt“ haben, welcher auch als Internetzugang für Exchange verwendet wird.
 
Den SMTP Relay können Sie direkt unter dieser Adresse aktivieren:
http://service.t-online.de/c/00/01/35/1350.html

Zusammenfassung

Ausschlaggebend für Probleme beim Versand von Nachrichten sind zu erfüllende Vorraussetzungen seitens „Low-Cost“ Providern.
 
Ein noch zu beachtender Punkt bei „Nicht Business Providern“ ist sicherlich auch eine existierende Beschränkung bei der Menge der über einen Smarthost erlaubten Anzahl / Volumen abzuwickelnden Nachrichten. Zum Zeitpunkt der Erstellung diese Whitepapers erlaubte T-Online einen maximalen Transfer von 1000 Nachrichten / 1 GByte pro Monat.
 

Nachwort

Über eine Beurteilung des erstellten Whitepapers, der Nützlichkeit und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns über die Zusendung einer Nachricht an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it .

Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe bei der Umsetzung, Optimierung und Anpassung Ihrer IT-Umgebung haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Beratung und Realisierung kostenpflichtig unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it zur Verfügung.